Abschied vom
Martin-Luther-Heim

Wer kennt es nicht, das Gemeindehaus in der Benno-Mayer-Str. 11 - 13, unser Martin-Luther-Heim. Viele Generationen von Gemeindemitgliedern sind durch diese Räume der Kirchengemeinde St. Paul näher gekommen. Wie viele Menschen haben in den Einrichtungen der Tafel und des Dressln ihren Lebensunterhalt etwas erleichtern können? Wie viele Kinder-, Jugend- und Theatergruppen haben in den Räumen gespielt? Wie viele Senioren-, Handarbeits-, Frauen- und Männerkreise fanden im Gemeindehaus statt? Wie oft haben sich die Pfadfinder dort getroffen? Wie viele Freundschaften und vielleicht auch Liebschaften fingen im Martin-Luther-Heim an? Wie viele Geburtstage, aber auch Trauerfeiern wurden im Saall begangen? Wie viele Sitzungen des Kirchenvorstands fanden in den Räumen statt? Wie viel mehr an Gemeindeleben war in diesem Haus? Und jetzt soll das alles vorbei sein? Ein komisches Gefühl, etwas Vertrautes einfach abzulegen, weil es zu alt, zu gebrechlich ist. Mit diesem Gebäude sind Sie vielleicht groß geworden. Und jetzt gehört es einem anderen. Dieses Gefühl kann man gar nicht beschreiben. Die Trauer um etwas Liebgewonnenes wird auch ganz unterschiedlich verarbeitet, und dazu muss auch Platz geschaffen werden.

Am 4. März wollen wir uns von unserem alten Gemeindehaus verabschieden. Es sind unterschiedliche Aktionen an diesem Tag geplant. Beginnen wollen wir mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Danach ist das ganze Haus geöffnet. Jeder ist eingeladen, sich noch einmal in den Räumen umzusehen, sich darüber auszutauschen, was er dort schon alles erlebt hat. Erinnerungsbücher werden aufliegen, in denen die Erlebnisse niedergeschrieben werden können. Wer noch Bilder von Veranstaltungen aus vergangenen Jahrzehnten hat, kann diese mitbringen und an einer Tafel befestigen oder auch in einem der Bücher einkleben. So wollen wir die Erinnerungen an unser Martin-Luther-Heim bewahren für die Generationen, die nur noch davon hören werden. Alle Gruppen und Kreise sind eingeladen, ihre Aktionen in dem Haus vorzustellen und auch einen Blick in die Zukunft zu richten, wo man nun auf diese Gruppe stoßen kann.

Vieles aus dem alten Gemeindehaus werden wir für das neue nicht mehr brauchen können, vor allem Möbel und Einrichtungsgegenstände. Daher wird es eine lustige Versteigerung des Inventars geben, deren Erlös dem neuen Gemeindehaus zu Gute kommt.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Ein genauer Programmablauf wird im nächsten Monatsgruß zu lesen sein. Merken Sie sich aber jetzt schon den 4. März für den Abschied vom Martin-Luther-Heim vor.
Ihr Diakon Christian Krause